Acht Pilgerinnen und Pilger haben sich über Fronleichnam auf den Weg in den Harz gemacht und waren auf dem Harzer Pilgerwanderweg unterwegs. Von Wernigerode aus sind sie auf drei Etappen bis zur Weltkulturerbe Stadt Quedlinburg gepilgert.
Start war an der Johanniskirche in Wernigerode. Nach einem Morgenimpuls ging es zum ehemaligen Kloster nach Michaelstein. Das ehemalige Zisterzienserkloster ist heute ein Ort kultureller Vielfalt, Klostergeschichte und Musik an der Straße der Romanik.
Bis zum Etappenziel in Michaelstein mussten die Pilgerinnen und Pilger 14 Kilometer zurücklegen. Bis kurz vor dem Ziel war das Wetter zum Wandern gut, aber dann ist die Gruppe doch noch nass geworden.
Am zweiten Pilgertag ging es bei gutem Pilgerwetter über 14 Kilometer von Michaelstein nach Thale. Beeindruckend war der Weg entlang der Teufelsmauer bei Blankenburg. Von Thale aus ging es mit dem Bus nach Quedlinburg zur Unterkunft.
Am dritten Tag musste zunächst wieder mit dem Bus nach Thale gefahren werden, bevor der Weg am ehemaligen Kloster Wendhusen begann. Zunächst führte der Weg an der Bode entlang bis Neinstedt. Meist ging es dann über Waldwege zu unserem ersten Ziel, der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode.
Nach elf Kilometern hatten wir die Kirche erreicht. Bereits 959 gründete Markgraf Gero als rechte Hand Otto I. hier in Gernrode ein freies und weltliches Damenstift. Seine Schwiegertochter Hathui baute die von Gero begonnene Kirche weiter aus. In der Kirche steht die älteste Nachbildung des Heiligen Grabes nördlich der Alpen.
In Gernrode fuhr die Gruppe wieder mit dem Bus nach Quedlinburg und ging zur Wipertikirche. Diese Kirche dient der kath. Pfarrgemeinde als Sommerkirche. Hier fand auch der offizielle Abschluss der Pilgerwanderung auf dem Harzer Klosterwanderweg statt. Der Heilige Wiperti war ein angelsächsischer Benediktinermönch, Gefährte des Heiligen Bonifatius, die aus England kommend das Christentum verbreiteten.
Mit einer Menge neuer Erfahrungen und einigen Kilometern in den Beinen sind die Teilnehmenden wieder in der Warburger Börde angekommen.






