Die Ortschaft Peckelsheim wurde im Laufe der Jahrhunderte von mindestens sechs großen Stadtbränden heimgesucht, bei denen jeweils ganze Straßenzüge dem Feuer zum Opfer fielen. Die letze große Brandkatastrophe, bei der 188 Häuser zerstört wurden, liegt erst gut 120 Jahre zurück. Die Bewohner riefen deshalb die Hl. Agatha an, die als Schutzpatronin gegen Feuersbrünste gilt, und baten um ihre Hilfe und ihren Beistand. Zu Ehren der Heiligen wurde bereits im 17 Jh. eine jährliche Prozession ins Leben gerufen, bei der die Gebeine der Hl. Agatha in einem eigens dafür angefertigten Kreuz durch den Ortskern von Peckelsheim getragen werden. 

Die freiwillige Feuerwehr und die Kath. Kirchengemeinde fühlen sich auch heute noch dieser alten Tradition verpflichtet und hatten am heutigen Sonntag, 6. Sept. zur Agathaprozession eingeladen.

Der eigentliche Gedenktag der Hl. Agatha ist der 5. Februar. Da die Jahreszeit für eine Prozession ungünstig ist, wurde diese in den Mai und seit einigen Jahren auf das 1. Septemberwochenende verlegt.

Auch heute noch wird das Kreuz mit der Reliquie der Hl. Agatha durch den inneren Ortskern von Peckelsheim getragen. Der Weg umschreibt den Bereich, in dem die Feuer seinerzeit gewütet haben. 

Ebenso ist es schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass Mitglieder vom Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand den Ministrantendienst übernehmen. Dieses Mal konnten sogar sechs erwachsene Messdiener aufgestellt werden, worüber sich die Gottesdienstbesucher sehr freuten. 

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